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Wir freuen uns jederzeit über neue Vorschläge für unser Glossar. Diese können Sie gerne an das SoMA Team senden.

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Aganglionose
:Fehlen von Nervenzellen im Darm

Fehlen von Nervenzellen im Darm

Agenesie
:vollständiges Fehlen einer Gewebe- oder Organanlage als früheste und schwerste Form einer Hemmungsfehlbildung
Analatresie
:Die Analatresie ist eine angeborene Fehlbildung, bei der der Anus nicht durchgängig ist.

Oberbegriff für Anorektalfehlbildungen (bezeichnet aber im engeren Sinne nur den Verschluss des Analkanals):

Sie tritt bei jeder 2.500. bis 3.000. Geburt auf, d.h. pro Jahr sind ca. 250 Kinder in Deutschland betroffen. In der Regel ist die Analatresie mit einer Fistel (Verbindungsgang) zwischen dem Enddarm und der Haut oder dem Urogenitaltrakt vergesellschaftet. Bei Mädchen kann die Extremform einer so genannten Kloakenfehlbildung auftreten, bei der sowohl Blase/Harnröhre, Gebärmutter/Scheide als auch Enddarm betroffen sind und für alle drei Systeme nur eine einzige Öffnung nach außen existiert.

Anatomie
:Lehre vom Aufbau des Organismus; Gestalt, Lage und Struktur von Körperteilen, Organen, Gewebe oder Zellen
anorektal
:den After und den Mastdarm (= Rektum) betreffend
anteriore Analektopie
:Verlagerung (des Afters) weiter nach vorne
Anus praeter, Kolostoma
:künstlicher Dickdarmausgang
ARM
acronym of:anorectal malformations (engl.) = anorektale Fehlbildungen

Fehlbildungen des Darmendes und Darmausgangs

Assoziation
:Zusammentreffen mehrerer Symptome
Biofeedback
:verhaltenstherapeutische Methode

Veränderungen, z.B. die Haltefunktion der analen Schließmuskulatur, werden mit technischen Hilfsmitteln sichtbar gemacht.

bougieren
:mit Hilfe von Hegar-Stiften dehnen
Bowel Management
:Darmtrainingsmethode

Um eine soziale Kontinenz zu erzielen, werden individuell, abgestimmte Darmspülungen/Einläufe, teilweise in Kombination mit Diät und Medikamenten eingesetzt.

Damm
:beim Mädchen: Region zwischen Scheidenhinterwand und analer Sollstelle; beim Jungen: Region zwischen Hodensack und analer Sollstelle
Defäkation
:Stuhlentleerung
distales Kolostogramm
:Kontrastdarstellung des nach analwärts führenden Darmschenkels
Down Syndrom
:genetische Erkrankung, bei der das Chromosom 21 dreifach vorliegt
Dysplasie
:Fehlentwicklung, minderwertige Anlage
Endoskop
:Instrument zur Untersuchung (Endoskopie) der Innenflächen von Hohlorganen (z.B. Magen-Darm-Kanal, Blase, Rektum)
Endoskopie
:Spiegelung einer Körperhöhle
Epispadie
:Spaltung der Harnröhre

Sie bildet eine nach oben offene Rinne und es ist kein Blasenhalsschließmuskel vorhanden.

Ergotherapie
:muskelaufbauende, die Motorik verbessernde Übungen
Fistel
abnorme Verbindung zwischen zwei Hohlorganen bzw. zwischen einem Hohlorgan und der Körperoberfläche
genetisch
:erblich bedingt, die Vererbung betreffend
Hegar-Stifte
:spezielle Metallstäbe mit unterschiedlichen Durchmessern zur Dehnung des neu angelegten oder verengten Anus.
Hypomotilität
:geringe Darmbewegung
Hypospadie
:angeborene Fehlbildung der Harnröhrenmündung bei Jungen

Sie liegt nicht an der Spitze der Eichel, sondern an der Unterseite des Penis, im Extremfall am Übergang vom Hodensack zur Penisbasis. Zusätzlich ist die Vorhaut nicht zum Ring geschlossen (sog. dorsale Schürze) und es gibt häufig Krümmungen und/oder Torsionen des Penis.

Ileostoma
:künstl. Ausgang des Dünndarms, künstl. Dünndarmfistel
Ileus
Unterbrechung der Darmpassage mit lebensbedrohlichen Folgen, wenn der Verschluss nicht unverzüglich operativ behoben wird
Inkontinenz
:Unvermögen, Harn oder Stuhlgang willentlich zurückzuhalten und an einem selbstgewählten Ort zu einer selbstgewählten Zeit zu entleeren
Intestinaltrakt
:zum Darmkanal Gehörendes, Eingeweide
kardiovaskulär
:Herz und Gefäße betreffend
katheterisieren
:Einführen eines Katheters (=speziell geformter dünner Schlauch aus Kunststoff oder Silikon) z.B. über die Harnröhre in die Harnblase, um z.B. die Blase zu entleeren
kaudal
:am unteren Körperende gelegen
kaudales Regressionssyndrom
:

Kaudales Regressions-Syndrom beschreibt ein Spektrum von angeborenen Fehlbildungen, die zwischen einfacher Analatresie über das Fehlen des Kreuzbeins (=Sakrum), lumbaler und möglicherweise unterer toraculer Wirbel, bis hin zu der schwersten Form mit Fusion der unteren Extremitäten (bekannt als Sirenomelie oder „Meeresjungfrau-Syndrom”) gehen. Echte kaudale Regression kommt ca. einmal bei 60.000 Geburten vor, mit dem Verhältnis Junge / Mädchen von 2,7:1. Patienten mit kaudaler Regression haben neurologische Anomalien, die im Schweregrad zwischen einer milden Beeinträchtigung der Blasenkontrolle bis hin zur totalen motorischen und sensorische Lähmung (unterhalb der eigentlichen Fehlbildung) schwanken.

Kernspintomographie
:

Im Gegensatz zu konventionellem Röntgen bzw. Computer-Tomographie wird hierbei nicht im Körper absorbierte, ionisierende Strahlung, sondern jene Energie gemessen, die unter Einfluss eines von außen angelegten, starken Magnetfelds aus dem Körper in Form von elektromagnetischen Wellen austritt. Die Signale einer aus verschiedenen Positionen abgetasteten Körperschicht werden mittels eines Computers zu einem zwei- oder dreidimensionalen Bild verrechnet und dargestellt.

Kloakenekstrophie
:komplexe und schwerste Form anorektaler Fehlbildung

Sie ist zwingend mit einer Omphalozele und einer Meningozele kombiniert. Die ekstrophierte Blasenschleimhaut wir durch ein ebenfalls ekstrophiertes Darmfeld in zwei Hälften geteilt. Am Darmfeld sind mindestens zwei Öffnungen zu erkennen: eine obere, durch die der Dünndarm meist rüsselförmig prolabiert, und eine untere, die in den rudimentären, blind endenden Dickdarm führt. Dazu gehören ein gespaltenes äußeres Genitale, ein gespaltenes knöchernes Becken und Begleitfehlbildungen. Blase und Darm liegen offen auf der Bauchdecke.

Kloakenfehlbildung
:

Enddarm, Harnröhre und Scheide münden in einen gemeinsamen Kanal mit nur einer Öffnung nach außen

Kolostomie
:Anlegen eines Anus praeter (künstlicher Darmausgang)
Laxativ
:Abführmittel
Mastdarm
:unterster Abschnitt des Dickdarms

Hier wird der Kot vor dem Absetzen zwischengespeichert und löst so beim Gesunden den Stuhldrang aus.

Megacolon
:Teil des Dickdarms ist stark erweitert.
Mekonium
:"Kindspech", erster Stuhl während oder nach der Geburt
Meningozele
:angeborene Spaltfehlbildung der Rückenmarkshäute und der Wirbelsäule
Miktion
:Harnlassen
Miktionszysto-Urethrogramm
:

meist retrograde (mit einem Katheter über die Harnröhre in die Blase) Kontrastmittelfüllung der Blase und anschließende Röntgenuntersuchung des ableitenden Harnsystems vor, während und nach Miktion (Harnausscheidung)

minimal invasive Chirurgie
:endoskopisches Operationsverfahren ohne operative Eröffnung einer Körperhöhle

OP, bei der möglichst wenig (gesundes) Gewebe beeinträchtigt/geschädigt werden soll

Morbus Hirschsprung
:vor allem bei Jungen vorkommende Dickdarmerweiterung mit schweren Transportstörungen: Hierbei feheln in einem unterschiedlich langen Teil der Darmwand sowie im inneren Schließmuskel Nervenzellen (familiäre Häufung)

vor allem bei Jungen vorkommende Dickdarmerweiterung mit schweren Transportstörungen: Hierbei feheln in einem unterschiedlich langen Teil der Darmwand sowie im inneren Schließmuskel Nervenzellen (familiäre Häufung)

Motilität
unwillkürlich, vegetativ gesteuerte Bewegungsabläufe

Gesamtheit der unwillkürlichen, vegetativ gesteuerten Muskelbewegungen
Beispiel: Peristaltik = fortschreitende Bewegung in Hohlorganen wie Magen, Darm oder Ureter (Harnleiter)

MRT
acronym of:Magnet-Resonanz-Tomografie = Kernspin-Tomografie
Myelomeningocele
:angeborene Fehlbildung des Rückenmarks und der Wirbelsäule
neurogene Blasenstörung
:fehlerhafte Funktion der Blase z.B. aufgrund von Nervenverletzungen
Obstipation
:Verstopfung
OEIS-Syndrom
:Omphalozele-Exstrophie-Imperforate Anus-Spina bifida; (Imperforate Anus = Analatresie)
Omphalozele
:Bauchwanddefekt im Bereich des Nabelschnuransatzes

Es handelt sich um eine Bauchwandhernie (= Bauchwandbruch) in die Basis des Nabelschnuransatzes hinein. Bruchinhalt ist neben Dünn- und Dickdarmschlingen in 80 % der Fälle auch ein Teil der Leber.

Ösophagusatresie
:angeborener Verschluss der Speiseröhre
Osteopathie
:manuelle, ganzheitliche Form der Medizin

Sie dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen. Dazu nutzt sie eigene Techniken, die mit den Händen ausgeführt werden.

parenteral ernährt
:Ernährung unter Umgehung des Magen-Darm-Kanals d.h. mittels Injektion oder Infusion
pathologisch
:krankhaft verändert
Perforation
:Durchbruch
perineale Fistel
:

Verbindung zwischen Darm und Körperoberfläche, die in dem Raum zwischen Anus und Genitalien (Damm) mündet; tritt häufig bei sogenannten tiefen, analen Fehlbildung mit Verschluss des regulären Lageorts des Anus auf.

Die Fistel mündet auf dem Damm: beim Mädchen vor dem Analgrübchen und hinter dem Scheidenvorhof. Beim Jungen kann sie vor dem Analgrübchen gelegen sein im Bereich der Mittellinie oder bis zum Penis kurz unterhalb der Eichel ziehen.

Prognose
:Einschätzung des zu erwartenden Krankheitsverlaufs
Proktologe
:Facharzt für Erkrankungen des Enddarms
Prolabieren
:Heraustreten von Teilen eines inneren Organs
PSARP
acronym of:posteriore-sagittale-anorektale Plastik

Operationsmethode bei anorektalen Fehlbildungen

Reflux
:Rückfluss, Rückstau
Rektoskopie
:Mastdarmspiegelung
Rektumatresie
:

Die Analöffnung ist zwar normal, aber der Mastdarm ist unterbrochen, z.B. durch eine Membran oder durch einen fehlenden Darmabschnitt. (Die Rektumatresie tritt bei weniger als 1 % der Patienten auf.)

Rektumstenose
:Verengung des Mastdarms
rudimentär
:verkümmert, unentwickelt
sacral
:zum Kreuzbein (Sacrum) gehörend
SHG
acronym of:Selbsthilfegruppe
somatisch
:körperlich
Sonographie
:Anwendung von Ultraschall als (schnitt-)bildgebendes Verfahren

zur Untersuchung z.B. von inneren Organen in der Medizin

soziale Kontinenz
:

eingeschränkte Kontinenz, die es den Betroffenen aber mit Hilfe von Heil- und Hilfsmitteln erlaubt, ihren individuellen Aktivitäten des täglichen Lebens nachzugehen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen

Sphinkter
:Schließmuskel
spina bifida
:Spaltbildung von Wirbelbögen, Rückenmarkshäuten und Rückenmark

Fehlbildung der Wirbelsäule meist im unteren Bereich, mit der Folge der Inkontinenz von Blase und Darm und/oder Lähmungen.

Stoma
:(griech. Mund); operativ hergestellte Öffnung durch die Bauchdecke

z.B. Anus praeter = künstlicher Darmausgang

teratogen
:Missbildungen bewirkend z.B. durch fruchtschädigende Umweltfaktoren
tethered cord
:Das Rückenmark ist im Bereich des Kreuzbeins mit diesem verwachsen und droht beim Wachstum des Kindes aufgrund zu starker Dehnung abzureißen.
tracheo-ösophageale Fistel
:anormaler Gang zwischen Luft- und Speiseröhre
Ureter
:Harnleiter
urodynamische Untersuchung
:

ein Messverfahren, bei dem z.B. mit Hilfe von Druckaufnehmern und Elektroden die Funktionsweise der Harnblase untersucht werden kann

Einzelne Schritte sind die Uroflowmetrie (Messung des Harnflusses – nicht invasiv), die Blasendruckmessung und die Druckflussmessung in Kombination mit der Elektromyographie des Beckenbodens.

Urogenitaltrakt
:Harn- und Geschlechtsorgane
Urostoma
:künstl. Ausgang der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter oder Blase)
VACTERL-Syndrom
:Kombination von Fehlbildungen

Kombination von Fehlbildungen:
V
steht für Wirbel vertebra; A steht für anorektal; C steht für Herz cardial; T steht für Luftröhre trachea; E steht für Speiseröhren-Atresie (o)esophagus; R steht für Nieren renal und Radialknochen-Dysplasie (Fehlbildungen der Extremitäten); L steht für Extremitäten limb

vaskulär
:die Blutgefäße betreffend
VATER-Syndrom
acronym of:

Kombination von Fehlbildungen:
V steht für Wirbel vertebra; A steht für anorektal; T steht für Luftröhre trachea; E steht für Speiseröhren-Atresie (o)esophagus; R steht für Nieren renal

Vesikostoma
:künstl. Blasenausgang, Blasenstoma
vestibuläre Fistel
:Fistel in den Scheidenvorhof
Zystoskopie
:Blasenspiegelung
 
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